Kameradschaft ehemaliger Soldaten Meiste

Kontaktperson:
Leo Schulte
Zum Alten Backhaus 1
59602 Rüthen-Meiste
Tel. 02952-418

 

 

Geschichte der Kameradschaft

Am 30. August 1908 wurde sie als Kriegerverein "Miste" gegründet. Gleich 46 Interessierte kamen am ersten Abend, um sich in der Gemeinschaft zusammenzuschließen. Vor hundert Jahren hieß der Ort noch Miste, da sich für Miste und Umgebung das Befugnis herausstellte, einen eigenen Kriegerverein zu gründen, weil ein Anschluss an den Verein aus Rüthen wegen der großen Entfernung sich nicht empfiehlt, so trafen sich heute eine Anzahl Kameraden aus Miste und Umgebung zusammen, um über die Gründung eines Kriegervereins zu beraten“, heißt es wörtlich im Gründungsprotokoll. Anwesend angemeldet“. war ein Leutnant der Reserve, um behilflich zu sein, die Versammlung war bei der Polizeibehörde „vorsorglich Zum ersten Vorsitzenden wählte die Versammlung bei diesem ersten Treffen Fritz Fredebeul, zu seinem Stellvertreter Christian Schüwer. 1. Schriftführer wurde H. Diemel, 2. Josef Weber, 1. Kassierer Piepenbrock, 2. Theodor Küke. In den Protokollen sind nicht immer die Vornamen aufgeführt oder aber abgekürzt. Der jährliche Beitrag betrug drei Mark, zahlbar in vierteljährlichen Raten im Voraus. Der Verein wuchs in den nächsten Jahren, viele Interessenten aus den Nachbarorten, vor allem Hemmern, traten bei. 1913 gab es die erste Fahne, mit Musik aus Paderborn und einem Tambourkorps aus Lippstadt erfolgte die Weihe. 1914 brach der Erste Weltkrieg aus, eine außerordentliche Versammlung begann mit einem Hoch auf Kaiser Wilhelm den II. Pastor Haselhorst übergab den Soldaten eine Medaille, die sie an der Front beschützen sollte. Von 1914 bis 1918 gab es kein Treffen, die erste Versammlung danach beschloss, pauschal für die Jahre drei Mark Beitrag zu zahlen, Fahnen und Schärpen wurden gegen Feuer versichert. 1919 drohte Hemmern der Ausschluss wegen nicht gezahlter Beiträge. Ab 1937 steht in den Protokollen Führer statt Vorsitzender, sie sind aber nicht mehr unterschrieben. 1939 gab es noch drei unbedeutende Versammlungen– und den Vermerk, dass Krieg gegen Polen ausgebrochen ist. Es folgt ein Sprung nach1957. Der Verein erfuhr eine Neugründung mit der Bezeichnung Kameradschaft ehemaliger Soldaten Meiste, da der Ort inzwischen umbenannt war. Es galten die Statuten des Landesverbandes Westfalen-Lippe, nach denen sich sogleich ein neuer Vorstand bildete, dessen 1. Vorsitzender Theodor Markmann war. 1958 konnte das50-jährige Jubiläum gefeiert werden. Die Kameradschaft erfuhr von da an immer mehr Bedeutung und hatte 1959 bereits 81 Mitglieder. Gemeinsame Feste, Ausflüge, Liederabende, Teilnahme an dörflichen und überörtlichen Veranstaltungen, Instandhaltung des Ehrenmals und vieles mehr schrieb sich der Verein auf die Fahne. 1968 bestand der Verein 60 Jahre, Bernhard Hustermeier übernahm den Vorsitz für 21 Jahre. Das Jubiläumsjahr begann mit einem Konzert des Heeresmusikkorps aus Kassel, dessen Reinerlös die Aktion Lichtblicke erhielt. Fast alle Bundeswehrsoldaten sind Mitglieder geworden, an Nachwuchs mangelt es nicht. Mit dem weit über 80- jährigen Johannes Bigge sen., Engelbert Hiegemann und Josef Röper gehören noch drei Kriegsteilnehmer dazu. Seit 1989 leitet Leo Schulte den Verein, dem ein bewährter Vorstand zur Seite steht.

Zum aktuellen Vorstand der Soldatenkameradschaft Meiste gehören (v.l.) Schriftführer Johannes Plate, Kassierer Josef Kellerhoff, Fahnenoffizier Hermann Markmann, Fähnrich Antonius Fernim, Fahnenoffizier Hubert Herting, 2.Vorsitzender Willi Quante sowie der Vorsitzender Leo Schulte.

 

Zum 100-jährigen Bestehen der Kameradschaft ehemaliger Soldaten Meiste spielte sich das Heeresmusikkorps 2 in die Herzen der Zuhörer

Blasmusik für einen guten Zweck, gespielt vom Heeresmusikkorps 2 aus Kassel, begeisterte am Dienstag, den 22 April 2008 viele Zuhörer in der Meister Schützenhalle. Die Kameradschaft ehemaliger Soldaten organisierte den unvergesslichen Abend aus Anlass ihres 100-jährigen Bestehens. Günter Joachimsmeier, Vorsitzender der Soldatenkameradschaften im Altkreis Lippstadt, begrüßte die Militärmusikanten, Ortsvorsteher Hans-Peter Oesterhoff dankte dem Korps für das Benefizkonzert, dessen Reinerlös an die Aktion Lichtblicke gespendet wird. Die vor zehn Jahren gegründete Organisation unterstützt Familien mit Kindern und Jugendlichen, die in materielle, finanzielle oder seelische Notlagen geraten sind. Alle westfälischen Radio-Lokalsender sind dieser Gemeinschaft angeschlossen, einen kurzen Einblick in die Arbeit gab Ruth Heinemann vom Hellwegradio. Oberstleutnant Wolfgang Willems hob dann den Taktstock: Mit dem Astronautenmarsch, weltberühmt geworden durch Ernst Mosch, zeigten die Militärmusikanten sogleich ihr Können. Einen besonderen Ohrenschmaus bot das Orchester mit dem Marsch „76 Trombones“, bei der die Posaunen echte Höchstleistung boten. Es folgten Melodien von Franz Grothe, einem Filmkomponist, dieses Medley bekannter und berühmter Melodien lud zum Mitsummen ein. Blumen an die Damen verteilte Roger Cicero alias Hauptfeldwebel Udo Seifert, in seinem Sologesang bei „Frauen regier’n die Welt“, mit dem tschechischen Marsch Musik, Musik von Franticec Kmoch endete das offizielle Programm. Natürlich gab es Zugaben, mit stehendem Applaus nach dem Schönfeld Marsch und den Alten Kameraden entließen begeisterte Zuhörer die Musiker nach dieser unvergesslichen Darbietung in den verdienten Feierabend.

 

Leo Schulte hält zum 100. Geburtstag der Kameradschaft eindrucksvolle Rede Bei Festakt Verbundenheit zum Traditionsverein ausgedrückt

Unsere Erde ist übersät von Soldatengräbern, sie ermahnen uns zum Frieden. Wir wollten leben, leben und konnten nicht“, erinnerte Leo Schulte in seiner eindrucksvollen Gedenkrede an eine Inschrift. Bei den Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen der Kameradschaft ehemaliger Soldaten am 30. August 2008 verlas der Vorsitzende die Namen der heimischen Gefallenen, begleitet von einem Trommelwirbel und legte zu dem Stück vom guten Kameraden einen Kranz nieder. An der Jubiläumsfeier nahmen am Samstag viele befreundete Vereine und Schützenbruderschaften aus der Nachbarschaft teil. Zu Beginn der Veranstaltung stand eine Heilige Messe, in der Pfarrer Bernd Götze eine gelungene Festpredigt hielt. Er ging auf die Bedeutung der Kameradschaft ein, die auch im täglichen Leben eine wichtige Rolle spielt. Begleitet vom Tambourkorps Rüthen und der Musikkapelle Weine marschierten die Vereine zum Ehrenmal, um der Gefallenen und Vermissten der Weltkriege zu gedenken. Ein Höhepunkt der Feierlichkeiten folgte mit dem Zapfenstreich auf dem Sportplatz, kommandiert von Tobias Fernim. In der festlich geschmückten Schützenhalle begrüßte der Vorsitzende Schulte die Anwesenden zum Festakt. Er erinnerte an die Gründungsversammlung, die auf den Tag genau vor 100 Jahren stattfand, 46 Mitglieder trugen sich bereits beim ersten Treffen ein. Ortsvorsteher Hans-Peter Oesterhoff gratulierte in seiner Festrede im Namen der Vereine und Bewohner und überreichte eine Holztafel zur Erinnerung. Er lobte die Kameradschaft als eine tragende Säule in der Dorfgemeinschaft, auf die er immer zählen könne. Oesterhoff hob den Einsatz bei Verschönerungen im Ort hervor und berichtete aus der abwechslungsreichen Geschichte des Vereins mit den besten Wünschen für die Zukunft. Schützenvorsitzender Arnold Langer bekräftigte die tiefe Verbundenheit mit den Kameraden, als äußeres Zeichen dazu übergab er als Geschenk aller Meister Vereine einen Wimpel zur Vereinsfahne. Bürgermeister Rudolf Schieren sprach im Namen von Rat und Verwaltung die Glückwünsche aus. „Behaltet die Liebe zum deutschen Vaterland und pflegt den Zusammenhalt“, rief er den Jubilaren zu. Günter Joachimsmeier, Kreisvorsitzender der Kameradschaften, freute sich mit den Meistern über das Jubiläum. „Ihr habt das Erbe eurer Väter übernommen, gut weitergeführt und in Ehren gehalten, macht weiter so“, ermunterte er für die Zukunft. Weitere Grußworte und Gratulationen der Gastvereine und Vertreter der Nachbarorte, verbunden mit Präsenten, folgten den offiziellen Ausführungen. In vielen Gesprächen knüpfte der Jubelverein weitere Freundschaften. Mit einem Frühschoppen, untermalt mit einem Konzert der Musikkapelle Weine, klangen die Feierlichkeiten am Sonntag aus.

Am 30. August 1908 wurde der Verein noch als „Kriegerverein Miste“ gegründet. Am Samstag,den 30. August 2008 konnten die Mitglieder der Kameradschaft ehemaliger Soldaten Meiste bereits das 100-jährige Jubiläum feiern.